Der feine Unterschied:
Kaffeespezialitäten und wie man sie zubereitet

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Cappuccino, Latte macchiato oder doch lieber der klassische Espresso? Es gibt viele Arten, wie man die beliebten Heißgetränk zubereiten kann und bei dem breiten Angebot, das es heutzutage in vielen Cafés gibt, kann man schnell den Überblick verlieren. Wir zeigen euch, wie ihr die Kaffeespezialitäten zubereiten müsst, damit sie schmecken wie vom Cafe nebenan.

Espresso – klein, aber oho!

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Espressi © Shaiith / Getty Images International

Die Grundlage für die meisten Kaffeespezialitäten ist der Espresso. Für die Zubereitung einer Portion (30 ml) wird 86°C bis 90°C heißes Wasser unter sehr hohem Druck durch 7g feines Kaffeemehl gepresst. Die Bohnen für die Espressozubereitung sind dunkel geröstet und meistens eine Mischung aus Arabica und Robusta. Der Espresso ist besonders in Südeuropa weit verbreitet – dort kennt man ihn unter Café und trinkt ihn meistens nach dem Essen. Falls Ihr euren Espresso mit Zucker genießt und seine Qualität überprüfen möchtet, versucht es doch einmal mit der Inselprobe: Beim Einstreuen des Zuckers sollte sich eine kleine Insel bilden, die erst nach und nach untergeht – das zeugt von einer guten Crema des Espressos.

 

Cappuccino – die milde Abwechslung

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Cappuccino © ppplasterz / Getty Images International

Der Cappuccino ist in Deutschland in den letzten Jahren sehr beliebt geworden: Ob zum Frühstück oder zum Kuchen am Nachmittag – für viele ist er eine milde Alternative zum bitteren Filterkaffee. Laut der GfK genießen 12,5% der Kaffeetrinker ihren Kaffee am liebsten als Cappuccino. Der Name kommt vom italienischen Begriff „cappuccio“ (dt. Kapuze), weil es so aussieht, als würde der Kaffee eine Kapuze aus Milch tragen. Er basiert auf dem österreichischen Kapuziner, welcher aus Mokka und Schlagsahne besteht und ist vermutlich entstanden, als österreichische Soldaten in Italien stationiert waren.
Der Cappuccino besteht zu drei gleich großen Teilen aus erhitzter Milch, Espresso und Milchschaum: Zuerst wird der Espresso aufgebrüht und anschließend mit heißer Milch und Milchschaum übergossen.

 

Latte macchiato – für Genießer

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Latte Macchiato © EdnaM / Getty Images International

Seinen Namen hat er – wie der Cappuccino auch – aus dem Italienischen: Latte macchiato heißt so viel wie gefleckte Milch und bezieht sich auf den erhöhten Milchanteil, der ihn vom Cappuccino unterscheidet. Auf die Menge eines Espressos (30 ml) kommen 150 bis 200 ml Milch bzw. Milchschaum.
Die erhitzte Milch wird zunächst in ein hohes Glas gefüllt. Anschließend wird der Espresso hinzugefügt und das Glas bis zum Rand mit Milchschaum aufgefüllt. Weil die Milch und der Espresso schwerer als der Schaum sind, entsteht die typische Schichtung des Latte macchiatos. Im Gegenteil zu deutschen Cafés, in denen man einen länglichen Löffel zum Verrühren erhält, bekommt man in Italien seinen Latte macchiato typischerweise mit einem Strohhalm serviert, mit dem man die Schichten trinken kann, ohne dass sich diese dabei vermischen.

 

Milchkaffee – auf der ganzen Welt beliebt

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Milchkaffee © Amarita / Getty Images International

Ob als Koffie verkeerd (Niederlande), Schale (Schweiz) oder Melange (Österreich): Der Milchkaffe erfreut sich überall großer Beliebtheit. Neben der Bezeichnung gibt es aber auch bei der Zubereitung ein paar Unterschiede. Wir stellen Euch deshalb die zwei verbreitetsten Zubereitungsarten des Milchkaffees vor: Den italienischen Caffè Latte und den französischen Café au Lait. Der italienischen Caffè Latte besteht aus einem doppelten Espresso, der mit heißer Milch aufgefüllt wird. Er wird vorzugsweise zum Frühstück und eher selten am Nachmittag getrunken.
Für französischen Café au Lait verwendet man keinen Espresso, sondern füllt aufgebrühten Filterkaffee und heißen Milchschaum zu gleichen Teilen in eine Tasse.

 

Mokka – der Ursprüngliche

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Mokka © seb_ra / Getty images International

Der Mokka, auch arabischer oder türkischer Kaffee genannt, ist die ursprünglichste Form des Kaffees. Er hat seinen Namen von der jemenitischen Stadt al-Mucha und wurde 2013 zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt. Ursprünglich war Mokka mit heißem Wasser übergossenes Kaffeemehl, das mit verschiedenen Gewürzen verfeinert wurde: In Arabien wurde er vorzugsweise mit Kardamom, Nelken und Zimt gewürzt, war aber ansonsten ungesüßt. In der Türkei wurde er mit Zucker gesüßt und mit Rosenwasser gewürzt.
Im Nachkriegsdeutschland wurde die Bezeichnung Mokka für Produkte verwendet, die einen süßen oder leicht schokoladigen Geschmack hatten. Denn die Bohnen, aus denen das Kaffeemehl für Mokka gewonnen wird, schmecken leicht nach Kakao, obwohl keiner darin enthalten ist.

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