Arabica oder Robusta?
– Der Kampf der Kaffeebohnen

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Obwohl es weltweit über 100 Kaffeebohnensorten gibt, sind nur Arabica und Robusta-Bohnen wirtschaftlich von Bedeutung. Häufig findet man auf den Verpackungen vieler Kaffees aber die Angabe „100% Arabica-Kaffee“ – und tatsächlich werden Arabica-Bohnen etwa drei Mal häufiger verkauft als Robusta-Bohnen. Aber worin bestehen eigentlich die genauen Unterschiede und warum schmeckt uns Arabica-Kaffee meist besser?

Unterschiede zwischen Arabica und Robusta

Die Unterschiede zwischen den beiden Bohnensorten beginnen schon beim Aussehen: Arabica –Pflanzen sind mit 6-8m vergleichsweise klein. Ihre Bohnen sind oval und der mittige „Schnitt“ ist geschwungen. Die Robusta-Pflanze kann dahingegen bis zu 10m hoch werden und die gewonnenen Bohnen sind eher rund und mit einem gerade „Schnitt“.

  • Außerdem sind Robusta-Pflanzen im Anbau deutlich pflegeleichter als Arabica-Pflanzen und weniger anfällig: Robusta-Pflanzen sind deutlich resistenter gegen Krankheiten und Parasiten.
  • Auch mehrere Tage bei hohen Temperaturen von über 30° Celsius überstehen Robusta-Pflanzen problemlos, während Arabica-Pflanzen stark geschädigt werden.
  • Gleiches gilt für Kälte: Da die Arabica-Pflanze erst ab einer Höhe von 900m angebaut werden kann, kommt es nicht selten vor, dass eine ganze Ernte durch Nachtfrost beschädigt wird.

Warum ist Arabica-Kaffee beliebter?

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Kaffee aus Arabica-Bohnen © vitapix / Getty Images International

Dass Arabica-Kaffee häufiger getrunken wird, liegt zum Teil an der guten Verträglichkeit: Da der Chlorogensäure-Gehalt der Arabica-Bohne mit 1-2% nur etwa halb so groß ist wie bei der Robusta-Bohne, ist der Kaffee schonender und gerade für Personen mit empfindlichem Magen bekömmlicher.

Entscheidend für die Beliebtheit der Arabica-Bohne ist aber der typische Geschmack. Der gewonnene Kaffee ist deutlich milder und schmeckt eher fruchtig bis blumig, wohingegen Robusta-Kaffee eher bittere und erdige Noten enthält. Damit Espresso-Mischungen einen intensiveren Geschmack bekommen, verwendet man hierbei beide Bohnensorten. Reinen Robusta-Kaffee gibt es im Übrigen nicht – er würde zu bitter schmecken.