Mit Kaffeesatz Garten- und
Zimmerpflanzen auf Vordermann bringen

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Da er für die meisten völlig uninteressant ist, wird Kaffeesatz nach dem Aufbrühen häufig einfach weggeworfen. Dabei ist er ein hervorragender Helfer in Haus und Garten, denn Kaffeesatz ist für viele Pflanzen als natürlicher Dünger eine gute und vor allem günstige Alternative.

Darum eignet sich Kaffee als Dünger

Da Kaffeesatz reich an Stickstoff ist und der Boden durch die Zugabe von Kaffeesatz einen leicht sauren pH Wert bekommen kann, ist er vor allem für Pflanzen, die einen sauren Humusboden bevorzugen wie Hortensien, Rhododendron und Heidelbeeren, geeignet.

Ein weiteres Plus: Regenwürmer lieben Kaffee und werden von ihm „angezogen“ – wer also Kaffeesatz als Dünger nutzt, lockert dank der Regenwürmer gleichzeitig den Boden auf. Außerdem werden unliebsame Schädlinge wie Schnecken und Ameisen durch den Kaffeesatz ferngehalten.

Wie dünge ich am besten?

Bevor Ihr den Kaffeesatz als Dünger nutzten könnte, solltet Ihr ihn abkühlen und auch trockenen lassen – ansonsten kann es schnell passieren, dass der feuchte Kaffeesatz anfängt zu schimmeln. Am besten trocknet er, wenn Ihr ihn auf einem flachen Teller ausbreitet und z.B. über Nacht liegen lasst.

Bei Balkonblumen und Topfpflanzen hebt Ihr den Kaffeesatz vor dem Umtopfen unter die neue Blumenerde, damit er sich verteilt und nicht nur an der Oberfläche bleibt, wo er die Pflanzen nicht mit Nährstoffen versorgen kann.

Wenn Ihr den Kaffeesatz als Dünger im Kompost untergemischt nutzen möchtet, reicht es aus, den Kaffeesatz auf die Oberfläche des Komposthaufens zu streuen.

Für Zimmerpflanzen gilt: Diese nicht düngen, sondern den Kaffee nach dem Aufbrühen abkühlen lassen und im Verhältnis 1:1  mit Wasser verdünnt die Pflanzen gießen. Je nach Bedarf der Pflanze reicht eine halbe Tasse pro Woche.


Für welche Pflanzen ist Kaffee geeignet?

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Kaffeesatz als Dünger zum Beispiel für Pfingstrosen © Watcha / Getty Images International

Kaffeesatz eignet sich als Dünger besonders für Pflanzen, die einen sauren Humusboden bevorzugen. Dazu gehören zum Beispiel Hortensien, Rhododendren, Farne, Pfingstrosen und Heidelbeeren. Pflanzen, die einen kalkhaltigen Boden bevorzugen, sollte Ihr dagegen lieber nicht mit Kaffeesatz düngen. Dazu zählen unter anderem  Buchs, Glockenblumen, Krokusse, Lavendel, Narzissen, Nelken und Tulpen.


Diese Fehler solltet Ihr beim Düngen vermeiden

Den Kaffeesatz solltet Ihr beim Düngen nicht einfach auf der Oberfläche liegen lassen, sondern flach in den Boden einarbeiten. Nur so können die enthaltenen Nährstoffe an die Wurzeln gelangen und richtig wirken.